Ein supertoller Ausflug zur Birkländer Feuerwehr

Im Advent, also in der Zeit, in der die meisten Kerzen in den Häusern brennen, haben wir uns in so ziemlich allen Fächern mit dem Thema „Feuer“ beschäftigt. Zum Abschluss des Themas besuchten wir, die Klasse 3a der Alfons-Peter-Grundschule, am 9. Dezember 2014 die Freiwillige Feuerwehr in Birkland. Weil die Hälfte der Kinder unserer Klasse aus Birkland kommt, mussten dieses Mal die Peitinger Kinder mit unserer Lehrerin, Frau Kraus,  mit dem Bus zur Schule fahren. Das war für sie ungewohnt, für die Birkländer bedeutete es: endlich mal länger schlafen!

Sechs Feuerwehrmänner in ihrem Feuerwehrgewand, samt Feuerwehrkommandant, dem Schelle Sepp, halfen mit bei unserer Schulung, die zunächst im warmen Schulungsraum im 1. Stock des Feuerwehrhauses stattfand. Der Kommandant wiederholte mit uns das Verbrennungsdreieck, wies uns auf ganz wichtige, vor allem aber lebensnotwendige Dinge hin. Zum Beispiel sahen wir einen Kurzfilm darüber, wie schnell sich ein Zimnerbrand ausbreitet und wie wichtig es ist, dass man in jedem Raum daheim einen Feuermelder installiert. Es dauert tatsächlich keine drei Minuten, bis es in einem Raum lichterloh brennt. Es ist sogar mittlerweile Vorschrift, dass in allen Räumen in einem Wohnhaus Rauchmelder an der Decke angebracht sein müssen. Ausgenommen sind das Bad und die Küche. In der Küche sollte auch auf jeden Fall eine Löschdecke sein, damit man kleinere Brände, die eigentlich ziemlich leicht passieren können, schnell löschen kann. Weiter haben wir gelernt, dass man nicht unbedingt sofort zum Feuerlöscher greifen sollte, denn der Schaum macht alles unbrauchbar. Es ist dann tatsächlich alles kaputt!

Dann stellte uns der Schelle Sepp das Birkländer Löschwasserkonzept, das  in Bayern etwas Besonderes ist, vor. Eine alte Odlgrube wurde zur Löschwasserreserve gemacht und ein neues Odlfass zum Löschwasseranhänger umgebaut. Während in das Löschfass 6000 Liter Wasser passen, fasst der normale Tank eines Feuerwehrautos nur 600 Liter Wasser.

Wir hatten ungefähr 90 Minuten Theorieunterricht. Die Zeit verging aber so schnell, weil sich die Feuerwehrleute, die mithelfenden Mamas und die HVO-Frauen so wahnsinnig viel Mühe gegeben haben und es uns nie langweilig wurde. Wir wurden sogar für unsere Aufmerksamkeit mit einer  warmen Brotzeit (Es gab Wienerle mit Brezen und Kinderpunsch!) belohnt. Danach ging es zum praktischen Teil unserer Schulung. Die Feuerwehrmänner haben sich auf sechs Stationen aufgeteilt und wir wanderten in kleinen Gruppen durch die Stationen. Dabei erfuhren wir Näheres über das Löschfass, die verschiedenen Feuerwehrautos, die wahnsinnig lange Löschschlauchbadewanne, den hohen Löschschlauchtrockenturm, die Bekleidung, das richtige Löschen von Bränden und so einiges mehr. Zudem konnten wir das kleine Auto vom HvO vom BRK (= Helfer vor Ort vom Roten Kreuz) anschauen und Frau Porsche hat uns dabei alles erklärt, was wir wissen wollten.

Als Vorvorletztes haben wir noch einen richtgen Unfall nachgespielt. Frau Kraus war mit zwei Kindern mit dem Auto gegen einen Baum gefahren und alle waren verletzt. Sie wurden von uns Feuerwehrkindern aus dem brennenden Auto gerettet und erstversorgt. Spannend war es auch, auf das Feuerwehrauto zu klettern oder mit dem Feuerwehrauto mit Blaulicht und Sirene durch Birkland bis zur Kirche und zurück zu fahren.  Zum Schluss haben wir noch ein gemeinsames Foto vor dem Löschfass gemacht und alle waren sich einig: Das war ein toller Ausflug! Die Peitinger Kinder wurden danach wieder vom Bus abgeholt und der Heimweg der Birkländer war nur ein Katzensprung weit.

Von Emma, Maresa, Nicola, Sarah

Unterrichtsgang zur Birkländer Feuerwehr